Oldenburger Beiträge zum Zivil- und Wirtschaftsrecht

Alexander Wrede

Übertragende Sanierung bei insolventen Unternehmen

In der Praxis hat sich bei der Sanierung von Unternehmen die übertragende Sanierung als Verfahrensziel etabliert, da durch diese Form der Verwertung der Erhalt möglichst großer Teile des Krisenunternehmens bezweckt wird und sich damit gegen die Zerschlagungsautomatik der Konkursordnung wendet. Außerdem ist die übertragende Sanierung in ihrer Anwendung sehr flexibel. Neben der Durchführung in einem außergerichtlichen Verfahren oder im Rahmen eines Insolvenzplans ist die übertragende Sanierung im Regelverfahren die vorteilhafteste Variante. Aus diesem Grund wird sich der Schwerpunkt der Arbeit auf diese Anwendungsform der übertragenden Sanierung beziehen.

Nicht zuletzt durch die Feststellung des Gesetzgebers, der die übertragende Sanierung als gleichwertig gegenüber der Liquidation ansieht, wird deutlich, dass mit der Insolvenzordnung der Sanierung ein bedeutender Stellenwert beigemessen wird. Es gibt aber auch Vorschriften, die der Unternehmenssanierung hinderlich gegenüberstehen. Deshalb widmet sich diese Arbeit auch den Barrieren auf dem Weg zu einer erfolgreichen Sanierung, wobei allerdings steuerrechtliche Probleme ausgeblendet werden.

Bd. 12, 100 S., Oldenburg 2003, € 14,00
ISBN-10 3-933015-21-9
ISBN-13 978-3-933015-21-1